Die Kunst des Beobachtens

Das erste, was wir lernen müssen, ist, nicht mehr zu suchen. 

Das heißt nicht, dass wir niemals mehr suchen, denn unser Verstand ist ein absoluter Sucher. Wenn ich jetzt etwas suche, gestatte ich meinem Verstand zu suchen, aber nach kurzer Zeit - da ich es nicht finden kann - stellt mein Verstand das Suchen wieder ein. Erst dann tritt die einzig wahre Hilfe im Leben in Aktion, nämlich die Intuition. Gehe ich so mit meinem Verstand um, wie ich es gerade beschrieben habe, dann bleibt er ein gutes und brauchbares Untersuchungsinstrument und er wird nicht stumpf und unlebendig. Es ist wichtig, die Kunst des Beobachtens zu lernen, was für die meisten Menschen sehr schwierig ist. Der Verstand hört auf zu suchen, wenn er nicht mehr an etwas gebunden ist. Beobachte einfach und es werden sich ganz neue Perspektiven eröffnen. Vor allen Dingen beobachte die anerzogenen Reaktionen. Wir sind sehr geneigt, sofort, wenn uns etwas Neues begegnet, es zu beurteilen, zu sagen, es gefällt mir oder es gefällt mir nicht. Lass deinen Verstand in der beobachtenden Haltung, dann wird er dir ein treuer Diener sein.