Jeder Augenblick unseres Lebens ist eine Herausforderung
30.05.2011
In jedem Augenblick unseres Lebens werden wir
herausgefordert und reagieren darauf. Die Reaktion kann angemessen oder
unangemessen sein. Jede Herausforderung erfordert Handeln und nicht Worte. Worte sind Erinnerungen, sind Denken und
damit die Vergangenheit, deshalb sind sie nicht geeignet, um der neuen
Situation angemessen begegnen zu können.
Begegnen wir nun der neuen Situation mit Worten, d. h. mit Denken, so kann die Begegnung nie angemessen und vollständig sein.
Wir glauben aber im alltäglichen Handeln, dass Ideen, Glauben, Erklärungen, Worte, Denken nötig seien, sonst könnten wir nicht sachgemäß handeln. So ist es aber nicht, wenn wir ganz genau hinschauen. Ideen, Glauben, Worte hindern uns am angemessenen Handeln, ja sie zerstören es sogar. Das sehen wir öfter bei älteren Menschen, zunehmend aber auch bei immer Jüngeren: Sie bemerken nicht, dass sie von Tag zu Tag handlungsunfähiger werden, sie landen immer öfter im rastlosen Herumdenken und in Nervosität.
In den immer neuen Herausforderungen des Alltags ist also nicht verbalisieren angebracht, sondern beobachten und hinhören ohne zu sprechen, denn beobachten und hören = handeln. Dann können wir voller Gewissheit sehen, dass unsere Reaktion angemessen und somit vollständig der neuen Situation gemäß ist.
