Eins sein in allen unseren Handlungen
11.03.2010
Eins sein in allem was wir denken, reden und tun
Wir sind ein Haus, das in sich uneins ist. Ständig – am Tag und sogar in der Nacht – schwanken wir zwischen gut und böse hin und her. Das ist deswegen so, weil wir, d. h. alle Menschen, den Glauben an zwei Mächte angenommen haben in unserem menschlichen Sinn. Wir alle haben gute und schlechte Erfahrungen gemacht: von Gesundheit und Krankheit, von Reichtum und Armut. Das wird auch so bleiben, bis der menschliche Sinn (Denken und Fühlen) ablässt vom Glauben an zwei Mächte von gut und böse.
Als menschliche Wesen glauben wir, unser Leben sei ein Kampf, und es sei nur möglich aus der Spannung zwischen gut und böse zu leben. Und so erschöpfen wir uns Tag für Tag in diesem Kampf, fallen abends erschöpft ins Bett, um am nächsten Tag genauso weiter zu kämpfen wie zuvor.
Ist das ein Leben voller Freude für alle? Nein, so wie wir es leben, bedeutet es nur existieren oder überleben voll endloser Anstrengung und Anspannung, Kampf und gelegentlichen Freuden.
Leben ist etwas völlig anderes. Jeder möge sich aufmachen, ein Leben voller Freude zu entdecken, um dieses armselige angespannte Dasein hinter sich lassen zu können.
Leben ist nur in der Einheit möglich, d. h. da sein, wo ich bin und mich niemals irgendwo anders hindenken. Wenn es regnet, regnet es, und ich denke nicht: Ach, wie schön wäre jetzt Sonnenschein. Wenn ich gehe, denke ich nicht: Hoffentlich falle ich nicht hin, sondern ich gehe einfach. Ist mein Kind (Partner(in), Freund(in) unterwegs, so denke ich nicht: Hoffentlich passiert ihm (ihr) nichts.
Diese Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte oder sollte oder müsste, kommt aus dem Glauben an zwei Mächte und schwächt uns ununterbrochen, da die Energie durch das hin und her Schwanken ständig nutzlos vergeudet wird.
Leben aber bedeutet: stark sein, ganz sein, froh sein, da sein, mit der Quelle verbunden sein, alle Vorstellungen sein lassen (sowohl gute als auch schlechte).
Bin ich gespalten, so glaube ich, ich sei schwach oder stark - dauernd schwanke ich, je nach Situation. Leider ist dieses Kämpfen eine sehr geschätzte Existenzform und nur wenige sind bereit, sie aufzugeben.
Fangen Sie noch heute an: Ich erlaube es mir auf keinen Fall, einer Situation etwas Gutes oder Schlechtes hinzuzufügen. Und Sie werden erleben, dass Sie in der Lage sind, die Situation oder den Menschen so zu lassen, wie sie oder er ist, und dies zur Freude aller, da sich das jeder wünscht.
