Die Gefahr der Trennung: Gefallen – Nicht Gefallen
10.07.2010
Die größte aller Gefahren liegt in der Trennung, denn Trennung bringt uns Unsicherheit, Ungewissheit und Krieg. Doch leider nimmt unser Geist diese Gefahr nicht deutlich wahr. Wie kommt das? Wir wurden von Kindheit an dazu erzogen, den Eltern, den Lehrern, den Priestern, dem(r) Chef(in),dem(r) Partner(in), dem Staat oder allen Autoritäten zu gefallen. Wir sollen oder müssen stets bemüht sein, herauszufinden, was und wie es andern gefällt, wie wir am besten die Wünsche der andern erfüllen und es allen recht machen. Leider müssen und mussten wir erfahren, dass das, was wir glaubten, andern gar nicht oder nur für kurze Zeit gefällt. Und trotzdem bemühen wir uns endlos weiter, obwohl wir sehr frustriert über diese Tatsache sind. Könnten wir nicht mal in unserem ach so vergeblichen Bemühen innehalten und für einen Moment ganz still sein? Unsere Sprache sagt es uns ganz deutlich, wenn wir nur einmal genau hinhören: Gefallen bedeutet schon in die Falle geraten sein. In welche Falle? In die Falle der Trennung – ich und die andern - andere haben etwas, ich nicht - andern geht es gut, mir nicht - es gefällt mir ein anderer oder nicht. Eine endlose Kette von Verwicklungen entsteht. Ich trenne mich von mir und denke: Mein Glück, meine Freude sei nur bei andern oder in den Umständen zu finden.
Lerne anzuhalten! Sei still! Renne nicht dauernd davon! Und du entdeckst, dass alles, was du bei Personen und Dingen oder Umständen so vergeblich gesucht hast, schon längst alles da ist. Du musst gar nichts tun, sondern nur mal lauschen, damit das, was schon immer da ist, in Erscheinung treten kann.
