Denke niemals über ein Problem nach......
01.08.2009
Denke niemals über ein Problem nach, sonst bekommst du es nicht los.
Da jedes Problem von unserem Denken gebildet wird, beschwert jegliches Verweilen bei einem Problem den mentalen Sinn und vergrößert die Schwierigkeit. Auch unser Körper wird davon beschwert und kann mit Gewichtszunahme reagieren oder mit der Angst davor.
Es ist nur unser Verstand, der chaotisch und verwirrt ist, der wählerisch ist und fragt: Was soll ich tun? Er trennt sich von der Situation, benennt und be- oder verurteilt sie und versucht dann das selbsterzeugte Problem zu lösen. Die größte Gefahr liegt nicht in dem vom Verstand erzeugten Problem, sondern in der Trennung von Situationen und Menschen. Denn, wenn wir uns getrennt haben, entsteht in uns Unsicherheit, und wir beginnen zu kämpfen. Ab sofort befinden wir uns also im Krieg – entweder mit Menschen oder mit Situationen. Aus der Trennung heraus werden wir nie Herr der Lage, sondern es kann uns nur gelingen, eine Situation zu meistern, wenn wir es lernen, in Ruhe die Lage zu beobachten und es dem Verstand nicht erlauben, sich ein Bild zu machen, da Bilder immer aus der Vergangenheit stammen, so können wir niemals der momentanen Lage gerecht werden, wenn die Vergangenheit mit den Bildern dazwischenfunkt. Da die meisten Menschen aus den Bildern heraus handeln, leben sie immer im Alten, im Vergangenen und sind in den magnetischen, mentalen Bild- und Gefühlswelten gefangen und unterliegen den in diesen Welten herrschenden Zwängen.
Tauchen in einer Situation Bilder mit samt ihren Gefühlen auf, so gilt es, sie zurückzuhalten (nicht zu unterdrücken), bis sie sich aufgelöst haben, um dann in der Situation – frei von der Vergangenheit – handeln zu können.
Wie entstehen die Bilder?
Jedes Mal, wenn wir auf eine Herausforderung nicht angemessen reagieren, bleibt ein Bild zurück. Wenn ein anderer mich Dummkopf nennt, werde ich sofort zu seinem Feind, den ich nicht mag. Das geschieht nur dann, wenn ich nicht hellwach bin in der Situation bin und mir die Worte des anderen statt einfach anzuhören, sie benenne und bewerte. Wenn ich hellwach bin, höre ich einfach die Worte und ich prüfe, ob es stimmt, was der andere gesagt hat, und wenn keine emotionale Reaktion folgt, entsteht kein Bild.
Lass also ruhig Bilder aus der Vergangenheit hochkommen – aber, sei wachsam – halte die Reaktion der Vergangenheit zurück, so dass eine Pause entsteht – dann löst sich in dieser Pause, wenn du ganz aufmerksam bist, das Bild auf.
